Jeder kann schreiben – fast jeder (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung unseres Artikels “Jeder kann schreiben – fast jeder”. Um den ersten Teil zu lesen klicken Sie hier.

Guter Stil ist nicht teuer

Wenn der Aufbau und die sprachlichen Grundlagen geklärt sind, können Sie sich dem Feintuning zuwenden. Denn mithilfe von ein paar einfachen Regeln wird ein Text im Handumdrehen um einiges besser lesbar.

-Aktiv bleiben: Wenn Sie nicht deutlich ausdrücken wollen, dass jemand leidet, dann gibt es keinen Grund für die Verwendung von Passivkonstruktionen. Passiv verschleiert, wer handelt, es wirkt bürokratisch und macht Texte unverständlich. Immer wenn klar ist, wer handelt, sollte ein Satz im Aktiv stehen.

-Füllwörter raus: „Eigentlich mache ich bestimmt einen ganz guten Vorschlag zur möglichst zielführenden Optimierung des Prozesses.“ So etwas möchte niemand lesen. Kurz, knackig und auf den Punkt formuliert man für den Leser.
-Starke Verben gewinnen: müssen, hätte, können, sollten – nicht nur diese Hilfsverben und Konjunktive streichen Sie besser weitgehend aus Ihrem Wortschatz, auch eingeschlichene Worthülsen wie zur Verfügung oder in den Startlöchern stehen sollte der Autor immer kritisch hinterfragen. Vielleicht kann er Sie durch ein starkes Wort mit mehr Wirkung ersetzen.
-Konkret schlägt abstrakt: Wenn Sie es auf den Punkt bringen können, tun Sie es! Schreiben Sie anschaulich und erklären Sie dem Leser logisch, was Sie sehen und wie Sie das herleiten. Er muss Ihren Worten folgen können, denn mehr hat er nicht zum Verständnis.

-Nominalstil ist langweilig: Anstelle von umständlichen –ung, -heit- und -keit stellen Sie den Satz doch ein wenig um und setzen ein Verb ein. Verben machen den Text lebendig und lassen den Leser am Geschehen teilhaben.

Gehen wir online

Wenn Sie den sprachlich optimierten Text noch für das Internet aufpolieren möchten, halten Sie sich an eine sinnvolle Gliederung und übersichtliche Gestaltung – auch unter Einsatz der HTML-Formatierung. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Hauptkeywords und verfassen Sie einen aussagekräftigen Titel.

So hätten Sie in Kürze die wichtigsten Anforderungen an einen wirklich guten Text erfüllt und können sich Ihrer Leser sicher sein.  Klar ist: Wenn Ihre Inhalte dem Leser helfen, nutzen, Antworten geben oder Probleme lösen, dann haben Sie schon gewonnen. Und es wäre doch wirklich schade, wenn Sie die Lösungen in Texten verpacken, die niemand lesen möchte. Deshalb machen Sie sich die Arbeit, und polieren Sie Ihren Text zu einem Glanzstück. Es wird sich lohnen.

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