60.000 Gründer weniger als im Vorjahr

In der Vorankündigung des KfW-Gründermonitor 2013 sind die nachfolgenden Informationen für Gründer und Marktbeobachter zu entnehmen. Wo sind die mutigen Gründer mit den interessanten Geschäftsideen hin? Oder ist die Gründerflut der letzten Jahre nur der Arbeitsmarktsituation und den Förderprogrammen, rund um den Gründungszuschuss geschuldet? Trennt sich aktuell die Spreu vom Weizen, da die Entscheidungen über die Zustimmung eines Gründungszuschuss härter geworden sind? Uns begegnen in den letzten Jahren immer wieder interessante Gründer, die auch ohne Gründungszuschuss selbstbewusst gegründet haben. Das stimmt uns positiv, so sind wir uns sicher dass es echte Gründer und Geschäftsideen  immer geben wird!

Wir finden es sogar positiv, dass Notgründungen mangels der Nachhaltigkeit und der oft falschen Hoffnung, durch die härteren Vergaberichtlinien beim Gründungszuschuss abnehmen. Der Gründungszuschuss ist mit ein Grund, warum sich Gründer die länger als zwei Jahre selbstständig im Markt bestehen, dem der Weisheit angelehnt, zum Weizen zählen dürfen. Läuft bei den Notgründungen der Gründungszuschuss aus und kommen die ersten steuerlichen Verpflichtungen, so wird die Luft schnell sehr dünn. In unseren KfW-Projekten stellen wir immer wieder fest, wie sich Gründer teilweise fahrlässig auf die Sicherheit und den angeblichen Zeitvorteil durch den Gründungszuschuss berufen. Schön ist es immer wieder auf Gründer zu stossen, die den Sinn des Gründungszuschuss richtig einordnen. Aus unserer Sicht sollte ein Gründer das Geld verdienen nicht bis nach dem Gründungszuschuss vertagen, sondern von Anfang an Umsätze und am besten Gewinne erzielen, um den Gründungszuschuss als Rücklage ansehen zu können. Oft gelingt es uns mit unserem teils von der KfW geförderten Unterstützungsangebot für Gründer, die innere Einstellung mit unserer Philosophie abzugleichen. Erfolgreiche Gründer haben von Anfang Marktkontakte und die Kundengewinnung im Blick und ruhen sich, obwohl er zur Steuerung wichtig ist, nicht auf den erstellten Business-Plan aus.  Wir beglückwünschen 775.000 Gründer aus dem Jahr 2012 zum Schritt in die Selbstständigkeit und freuen uns über den  Mut der Gründer. Wir drücken für die ersten härteren Jahre für Gründer die Daumen zur Erreichung des gewünschten Geschäftserfolgs. Gerne unterstützen wir Sie, als bei der KfW qualifziertes Beratungsunternehmen für Gründer, mit dem KFW-Gründercoaching.

Auzug des KfW-Gründermonitor 2013

Im Jahre 2012 gab es 60.000 Gründer weniger als im Jahr davor. Die gute Arbeitsmarktsituation verkleinert die Gründungsaktivität, dies hat wiederum zur Folge, dass sich die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze verringert hat. Die Zahl, der durch Gründer geschaffenen Arbeitsplätze, ist an seinem tiefsten Punkt angelangt. Im Jahr 2012 hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland stets positiv entwickelt. Im vergangenen Jahr gab es daher auch gute Möglichkeiten, eine abhängige Beschäftigung zu finden. Dies wurde durch die Gründungsaktivität negativ beeinflusst : 775.000 Personen – und damit 60.000 oder 7 Prozent weniger als im Jahr 2011 – haben sich dafür entschieden, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Die aktuelle KfW-Erhebung zum Gründergeschehen in Deutschland zeigt daher, dass seit dem Jahr 2000 die niedrigste Gründer-Anzahl überhaupt erreicht ist. Die gesunkene Gründungsaktivität wirkt sich auch auf die Beschäftigungseffekte aus. Durch Neugründungen wurden im Jahr 2012 insgesamt 383.000 Vollzeitstellen geschaffen; davon entfielen 212.000 auf die Gründer und entsprechend 171.000 auf Arbeitsplätze für angestellte Mitarbeiter. Vergleicht man dies mit dem Jahr 2011, handelt es sich um einen Rückgang von 15 Prozent der Gründer. Die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze sank auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2005.

Die höchste Gründungsaktivität zeigt sich in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin. In diesen Ballungsgebieten profitieren die Gründer von Agglomerationseffekten wie nahen Wegen und geringen Transportkosten bei großen lokalen Absatzmärkten. Danach folgen im Block die westdeutschen Bundesländer (ausgenommen das Saarland) und dann die Gründer der neuen Bundesländer. Das Saarland und Brandenburg bilden in dieser Reihenfolge den Schluss.

„Auch im Jahr 2013 erwarten wir keinen Gründungsboom. Sollte sich der Arbeitsmarkt jedoch wider Erwarten nicht so stabil zeigen wie vorhergesagt, könnte dies die Gründungstätigkeit etwas beleben“, erklärt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zu den Erwartungen des laufenden Jahres.

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