Wann ist Telefonakquise erlaubt?

Telefonakquise ist einer von vielen Wegen zu neuen Interessenten, Kunden, Verk├Ąufen und Ums├Ątzen. Mehrere Wege f├╝hren bekanntlich nach Rom. Die telefonische Akquise hat neben der vielen Vorteile, das Imageproblem in Bezug auf die Gesetzeskonformit├Ąt, wobei oft Irrt├╝mer entstehen. Denn Telefonakquise ist grunds├Ątzlich nicht verboten, vielmehr kommt es auf die Zielgruppe und auf die Rahmenbedingungen an. Oft besteht Unklarheit und dadurch herrscht bei vielen Unternehmen eine gewisse Verunsicherung, die wir mit diesem Artikel aufl├Âsen m├Âchten.

Vorab m├Âchten wir folgende wichtige Information zu unserem Rechtshinweis hinsichtlich der Telefonakquise geben. Wir sind keine Rechtsberatung, sondern teilen lediglich unsere Erfahrungen und unsere Recherchen in eigener Sache. Erg├Ąnzend zu diesen Tipps, ist es empfehlenswert, bei gro├čer Unsicherheit oder in einem aktuellen Beschwerdefall, mit einem Experten hinsichtlich der jeweiligen Gesetze Kontakt aufzunehmen.

Unsere ├ťberzeugung: Wer die Telefonakquise h├Âflich und seri├Âs, ohne fadenscheinige Tricks, ├ťberrumpelungstaktiken oder evtl. sogar auf L├╝gen aufgebaut, durchgef├╝hrt, muss unserer Ansicht nach, zumindest bei der B2B-Telefonakquise wenig Konsequenzen bef├╝rchten. Am anderen Ende der Telefonverbindung sitzt schlussendlich ein Mensch, der dar├╝ber entscheidet, wie er mit der Telefonakquise umgeht. Begegnen Sie dieser Person, beispielsweise der Sekret├Ąrin, mit Respekt, werden bei nicht vorhandenem Interesse auch keine Konsequenzen folgen. Es gibt ganz dubiose Telefonakquise-Praktiken, die auf das Gegenteil abgestimmt sind, z.B. Druck aufbauen oder der Sekret├Ąrin zu drohen (Die Theorie dahinter: Die Sekret├Ąrin ist eine Befehlsempf├Ąngerin), nutzen Sie diese Telefonakquise-Taktiken nicht!

Ist Telefonakquise bei Firmen erlaubt?

Im Gesch├Ąftskundenumfeld (B2B-Vertrieb) ist die Telefonakquise unter gewissen Bedingungen erlaubt, dazu z├Ąhlen:

  • Die ausdr├╝ckliche Einwilligung zur telefonischen Kontaktaufnahme, siehe Beispiel, wie wir es gel├Âst haben: Telefon-Opt-In
  • Die mutma├čliche Einwilligung aufgrund einer schon vorhandenen Gesch├Ąftsbeziehung.
  • Die mutma├čliche Einwilligung aufgrund der Zumutbarkeit in einer Branche.
  • Impliziertes Interesse, wodurch ein Unternehmen berechtigt ist, einen anderen Gesch├Ąftskontakt anzurufen.
  • Wenn anzunehmen ist, dass eine Person in einer gewissen Funktion im Unternehmen, Interesse an einem Angebot haben sollte, spricht man von implizierten Interesse.
  • Ver├Âffentliche Kontaktdaten in z.B. Branchenverzeichnissen, k├Ânnen auch als impliziertes Interesse angesehen werden.
  • Ein anzunehmender, vorhandener Bedarf, kann auch zu einer berechtigten Telefonakquise f├╝hren, jedoch ist in einem Streitfall die Auslegung sehr schwierig. Beispiel: Jedes Unternehmen hat Bedarf an Toilettenpapier. Allerdings wurde in einem Fall dar├╝ber entschieden, dass die Kosten, die ein Telefonanruf beim angerufenen Unternehmen verursacht hat, deutlich h├Âher waren, als die Einkaufsvorteile, der nur wenige Cents betragen hat. Demnach kann bei Rechtsf├Ąllen auch der Nutzen und die Vorteile f├╝r das angerufene Unternehmen ins Kalk├╝l fallen.

Beispiel und Empfehlung: Das implizierte Interesse ist kein Freifahrschein zur telefonischen Kundenakquise, ebenso nicht die Tatsache, dass eine B2B-Telefonakquise durchgef├╝hrt wird. Je nach (empfundenen) Versto├č, ist es Auslegungssache, ob es sich tats├Ąchlich um ein impliziertes Interesse handelt. Beispielsweise k├Ânnte man davon ausgehen, dass man einen LinkedIn-Kontakt, mit dem man vernetzt ist, einfach so anrufen darf, da durch die Vernetzung eine Art Willensbekundung zum Kontaktaustausch erfolgt ist. Hat der Kontakt Ihnen jedoch nicht die Kontaktdaten freigeschaltet und Sie versuchen den Kontakt ├╝ber die Zentrale zu erreichen, kann dies anders ausgelegt werden, wovon man eigentlich nicht ausgeht.

Telefonakquise im Verbrauchermarkt mit Privatkunden

Telefonakquise-verboten-ja-oder-nein

Die Telefonakquise in Form der Kaltakquise mit Privatkunden als Zielgruppe (B2C-Vertrieb), ist ohne vorherige ausdr├╝ckliche Einwilligung der Verbraucher verboten. Dies ist im UWG-Gesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, klar geregelt.

Wer keine ausdr├╝ckliche Einwilligung vorliegen hat, riskiert Abmahnungen mit hohen Strafen, bis zu 300.000 Euro.

CRM-Tipp f├╝r die B2C-Telefonakquise: Die Einwilligung der Privatkunden f├╝r eine werbliche Kontaktaufnahme, muss seit Oktober 2021 abgespeichert und f├╝r f├╝nf Jahre dokumentiert werden. Ist dies nicht der Fall, drohen Bu├čgelder in H├Âhe von 50.000 Euro.

Tipps, um durch seri├Âses Verhalten Rechtsstreite zu vermeiden

Folgende Tipps m├Âchten wir kompakt als Umsetzungsunterst├╝tzung zur Hand geben:

  • F├╝hren Sie die Telefonakquise qualitativ durch und nicht nur nach dem Gesetz der gro├čen Zahl und somit nach dem Zufallsprinzip.
  • Bereiten Sie sich auf jedes Telefon vor, sodass Sie wissen, wen Sie anrufen.
  • Versuchen Sie schon im Vorfeld den richtigen Ansprechpartner ausfindig zu machen.
  • Gehen Sie individuell auf die Ansprechpartner ein und nicht mit einem pauschalen Telefonleitfaden.
  • Respektieren Sie jede Person, die auf der anderen Seite das Telefonat abnimmt.
  • Seien Sie stets freundlich und h├Âflich.
  • Arbeiten Sie nicht mit Irref├╝hrungen, L├╝gen haben bekanntlich kurze Beine.

Datenschutz bei der Telefonakquise

├ťber den Datenschutz und die DSGVO informieren wir ausf├╝hrlich auf unserem Business-IT-Portal. Daher m├Âchten wir uns an dieser Stelle mit der kompakten Auflistung kurz halten:

  • Achten Sie darauf, dass die Telefonnummer nicht unterdr├╝ckt wird.
  • Akzeptieren Sie das Widerspruchsrecht, im Falle einer Untersagung von weiteren Anrufen im Unternehmen.
  • Achten Sie darauf, dass nur die Informationen abgespeichert werden, die f├╝r das Akquiseziel wichtig sind. Es besteht ebenso ein Auskunftsrecht ├╝ber alle gespeicherten Informationen.

Die Telefonakquise ist noch immer einer der effektivsten Akquise-Methoden. Allerdings empfehlen wir nicht mit der T├╝r ins Haus zu fallen, indem Sie eine gezielte, rechtskonforme und seri├Âse Umsetzung anstreben.

  • Die Art und Weise der Telefonakquise sind entscheidend!

Wie ich Sie unterst├╝tzen kann?

Ja, ich habe einen gro├čen Erfahrungsschatz in der B2B-Telefonakquise, genauer gesagt ├╝ber 20 Jahre, in den Branchen IT und Industrie! Jedoch nein, ich f├╝hre schon lange keine Telefontrainings mehr durch. Pers├Ânlich kann ich Sie mit einem Feedback unterst├╝tzen, indem Sie mit mir einen telefonischen Pitch durchf├╝hren, das nennen wir Sales-Feedback. Sie gewinnen dadurch individuelle Tipps passend f├╝r den interaktiv ermittelten Status Quo.

Thomas W. Frick

Startup Mentor und Investor Thomas W. Frick

Was ich Ihnen empfehlen kann!

Wenn Sie auf der Suche nach einem Online-Seminar f├╝r die Telefonakquise sind, kann ich Ihnen aus unserem Netzwerk ein Angebot empfehlen, welches Ihnen dabei hilft, weniger anzuecken, jedoch noch viel wichtiger, mehr Erfolg zu haben. Ich habe den Online-Kurs selbst getestet und bin aufgrund der Kompaktheit begeistert, der Ideenvielfalt und der Praxisn├Ąhe begeistert. Innerhalb von 90 Minuten erhalten Sie das Wesentliche effektiv und bildhaft vermittelt und ich kann Ihnen sogar einen 300 Euro Gutschein als Preisvorteil anbieten. Einfach nachfolgend das Formular ausf├╝llen:

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    Vor- und Nachname (Pflichtfeld)

    Ihre Email (Pflichtfeld)

    DSGVO-Pflichtfeld: Ich willige ein, dass bei der Kontaktaufnahme ├╝ber dieses Internetformular, meine Angaben zwecks Bearbeitung der Anfrage sowie f├╝r den Fall, dass Anschlussfragen entstehen, gespeichert werden.

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